Persönlichkeitscoach Ralf Brenner: die Magie des Augenblicks

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Autorin des Artikels: Ulrike Parthen
Titelfoto: Ralf Brenner

„Uli, ich hoffe du sitzt gut. Meine Geschichte ist nicht ohne“, warnt mich Ralf bei unserem Interview. Och, da muss er sich keine Sorgen machen. Ich habe schon fast alles gehört – von tragisch bis urkomisch – und alle diese Geschichten sauge ich jedes Mal neu in mich auf, so auch die von Ralf.

Und ja, was er zu erzählen hat, ist in der Tat sehr bewegend. Oder wie soll ich ein Leben sonst nennen, in dem ein Mensch so ziemlich alles mitgenommen hat, was irgendwann zwangsweise in Richtung Katastrophe führen musste?

Ralf ließ dabei nahezu nichts aus: mehrere schwere Erkrankungen, Abhängigkeiten von gleich drei Suchtmitteln, seine blühende Firma sagte gleichzeitig mit seiner Existenz „Tschüss, wir verduften dann mal“.

Und heute? So viel vorweg: Alles, wirklich alles in seinem Leben hat sich längst radikal zum Positiven geändert – gerade noch zur rechten Zeit, sonst würde er zwischenzeitlich die Grashalme von unten zählen.

Und das schaffte er ganz alleine, denn in der Phase der völligen (konstruktiven) Kapitulation machte es endlich „klick“. Diese wichtige Erkenntnis rettete ihm sein Leben.

 

Innere Leere – auf der Suche nach dem Glück

Gute 60 Jahre auf der Lebensuhr zurückgedreht. Ralf, ein waschechter Bremer Junge, landet in dieser schönen Welt. Welcome Ralf! Von klein auf sucht er nach etwas – aber was eigentlich? Wenn er das nur wüsste. Jedenfalls fühlt es sich in ihm drin schrecklich leer an, und das soll bitte endlich aufhören.

Kleiner Zeitsprung, Ralf ist inzwischen Mitte 20. „Hier, nimm einfach die, wenn du Probleme hast“, hört er von seinem Vater, der ihm in derselben Sekunde die ersten Beruhigungspillen seines Lebens rüberreicht. Ralf schluckt die Pillen arglos, dazu viele Zigaretten sowie immer öfter auch ein großes Schlückchen Alkohol. Und tatsächlich, für kurze Zeit fegt das die Leere in ihm weg. Fatal, denn er konsumiert seine drei „You make me happy-Hilfsmittel“ danach regelmäßig und rutscht rasend schnell in die Abhängigkeit. Hätte er natürlich niemals zugegeben, also macht er immer schön weiter im Ralf-Katastrophen-Programm – über mehrere Jahrzehnte lang.

Nach außen merkt das kein Mensch. Überall erlebt man den erfolgreichen Ralf, der alles immer super hinkriegt. Doppelter Handwerksmeisterbrief in der Tasche, mehrere Firmen geleitet. Dazu, als hätte man es 1: 1 dem bekannten Werbespot entnommen: „mein Haus, mein Auto, mein trallala.“ Man könnte auch sagen: Er ist dicke im Geschäft und sehr erfolgreich, was seine Seele jedoch auch nicht zum Purzelbäume schlagen veranlasst. Im Gegenteil!

„Wie viele Signale müssen wir ihm denn noch schicken?“, fragen sich Körper und Seele gemeinsam. Er ignoriert die Zeichen weiter.

 

Wer nicht hören will, muss fühlen?!

Ralf wird sehr krank. Anfangs: gekonnte Verdrängungs-Maschinerie, doch das lässt sich das Körper-Seele-Duo nun nicht mehr so einfach bieten. Zack, gleich noch eine Krankheit dazu gepackt und noch eine. Fast täglich eine neue Diagnose. Ralf braucht deswegen schwere Medikamente aller Art, unter anderem riesige Dosen an Cortison über viele Jahre hinweg. So kann er weiterwurschteln, ohne seine Komfortzone verlassen zu müssen bzw. sein Leben nachhaltig zu ändern.

„Gibt’s doch nicht?!“, ruft sein Inneres empört und setzt zum finalen Schlag an. Die Bombe platzt. Nichts geht mehr!  „Höchstens noch ein paar Monate“, prophezeit ihm sein Arzt. Keine wirklich frohe Botschaft.

Und als wäre das nicht genug, verliert er außer seiner Gesundheit seine Firma gleich mit.

Existenz weg, Geld weg, Ehefrau weg.

Da er in diesem Moment nicht mehr wirklich viele Möglichkeiten zur Auswahl hat – außer Leben oder Sterben – entscheidet er sich für das Leben. „Wird auch mal Zeit!“, ruft es von innen und Ralf sortiert sein Leben neu.

Sein Hauptproblem und Ursache allen Übels: innere Leere, ein kaum auszuhaltendes Gefühl von Mangel, schwere emotionale Defizite und massive Ängste. Er guckt also endlich mal hin statt weg.

„Wie aber kriege ich das jetzt ‚ausgetauscht‘? Die volle Ladung Glücksgefühle statt Mangel, und das bitte nicht nur als kurzes Strohfeuer, sondern nachhaltig?

 

Der Wendepunkt

Für Antworten begibt er sich auf eine Reise in die spirituelle Welt. Nein, kein Esoterik-Kram, damit kann er nichts anfangen. Dabei macht er eine spannende Entdeckung in Form einer Frage, die wiederum so simpel ist, dass man erst mal drauf kommen muss.

„Wer ist hier eigentlich der Chef und für alle meine Gefühle zuständig?“

Naja, eigentlich ja der Ralf, aber der clevere Bursche namens Verstand drängelte sich all die Jahre vor und übernahm das Ruder gekonnt. Und zwar dergestalt, dass Gedanken und Gefühle der Traurigkeit sowie des Mangels diesen Verstand recht flott kaperten. In gemeinschaftlichem Werk zusammen mit Ralf machten sie dann, was sie wollten. Dabei sollte doch eigentlich er selbst am Steuerknüppel seines Lebens sitzen. Es ist ja nicht so, dass er seinen Verstand nicht toll finde würde und er für manche Dinge richtig gut zu gebrauchen ist. Aber doch bitte nicht im Chefsessel. Wo das endet, sieht man ja.

Wusstest du schon, was die Lieblingsbeschäftigung des Verstandes ist? Diese Disziplin beherrscht er vorzüglich: Er redet uns ständig Negatives ein und galoppiert so schnell von Vergangenheit in Richtung Zukunft, dass man ihm kaum hinterherkommt. Da kann man ja nur Angst kriegen!

Kleines Problemchen an der Stelle: „Angst“ zu haben (manchmal auch unbewusst) und gleichzeitig wirklich zu „leben“ funktioniert leider nicht. So wenig, wie du im selben Moment auf dem Boden stehen kannst, während du in die Luft springst.

Machtwort!

Also verweist Ralf den verantwortlichen Kollegen auf seinen angestammten Platz und erlebt umgehend ein kleines Wunder. Whamm! Damit ist die Hierarchie wiederhergestellt. Das schafft er, indem er mehr und mehr lernt, die Magie des Augenblicks zu nutzen. Denn der jetzige Moment ist alles, was wir haben – der Rest reine Fiktion bzw. Illusion. Und auch wenn dieser Ansatz recht simpel ist, braucht es doch die richtigen „Werkzeuge“ dazu und sehr viel Übung. Ralf übt täglich mehrfach, feilt geduldig daran und beherrscht die „Magie der Gegenwartseffekte“ inzwischen brillant. Schon recht früh, in den ersten Phasen des Übens, stellte sich ein überwältigendes Gefühl ein.

 Wow, was für eine mächtige innere Kraft da plötzlich zu spüren ist. Hätte er nur früher geahnt, was da in ihm schlummert.

Freiheit ist gar kein Ausdruck, wenn du erkennst: Leben findet jetzt statt, in diesem einen Augenblick. Nicht gestern und nicht morgen. Wie erleichternd, denn alle Sorgen, Ängste und auch negativen Gedanken verlieren in dem Augenblick an Macht.

Ralfs (neue) große Liebe und Ehefrau, seine Tochter, Freunde und Ärzte staunen seitdem nicht schlecht. Aus dem einstigen Todkranken und Abhängigen ist strahlender Mann geworden – und das jetzt schon über 15 Jahre. Alles nur, weil die Plätze richtig verteilt wurden und jeder das macht, wofür er zuständig ist. Das heißt nicht, dass er keine Ängste mehr hat, dass er nicht nach vor mit schweren, unheilbaren Krankheiten leben muss. Doch für all das  geht es ihm erstaunlich gut.

 

Du möchtest dieses innere Glück, die Freiheit auch fühlen und dich damit unabhängig von den Umständen des Lebens machen? Vielleicht hilft dir dazu ja Ralfs Buch. Darin zeigt er dir die einzelnen Schritte, wie du deine Aufmerksamkeit neu fokussieren kannst – mit den so genannten Gegenwartseffekten, und zwar unabhängig davon, in welcher scheinbar ausweglosen Situation du dich gerade befindest. Oder in Ralfs Worten ausgedrückt: Wie du heute erlebst, was du morgen schon nicht mehr nachholen kannst!