Tagebuch einer erfolgreichen Auswanderung: 33 Jahre Viva Mallorca

// Werbung unbeauftragt

Autorin des Artikels: Ulrike Parthen

Heidi zelebriert genussvoll jeden Morgen ihr Frühstück mit Kerzen und allem Pipapo – wenige Minuten später steht sie knöcheltief im Dreck. Der tägliche Baustellencheck steht an, denn sie baut auf Mallorca aktuell das kleinste 4-Sterne-Hotel der Welt.

Pläne? Oh ja, die gibt es bei einem solchen Vorhaben massenhaft, die jedoch regelmäßig von der Praxis über den Haufen geworfen werden. Und obwohl diese Tatsache den einen oder anderen menschlichen Nervenstrang schon arg strapazieren könnte, bleibt sie jederzeit gelassen. „Es gibt für alles im Leben eine Lösung“, so ihre Erfahrung und Einstellung. Und ich dachte schon, Aris Gelassenheit könnte durch nichts mehr getoppt werden.

Ob du nun auswandern willst oder nicht: Heidi Zinnels reiche Lebenserfahrung ist pure Inspiration. Jedes Mal, wenn ich mit ihr spreche, bin ich wie beflügelt und … ohhhhm … so was von tiefenentspannt.

 

Traum ist nicht gleich Traum

Den klassischen Auswanderungs-Traum in dem Sinn hatte Heidi nie. Wäre bei ihr auch überflüssig, denn als Globetrotterin war sie sowieso ständig in der Welt unterwegs. Ein untypischer Werdegang für eine ehemalige Krankenschwester und doch wieder nicht. Denn wenn eines Heidi schon immer fasziniert, dann sind es Menschen. Daher braucht sie die auch um sich, und das am besten aus allen Kulturen des Erdballs.

Man könnte jetzt vielleicht auf den Gedanken kommen, ein Mensch wie sie sei recht unstet und fliege wie ein Bienchen von Blume zu Blume von einem Ort zum anderen. Ganz sicher nicht Heidi, die als Wassermann ein sehr offenes Wesen hat und sich dennoch bodenständig zeigt. Bei allem, was sie macht, ist daher außer Mut und Abenteuerlust mindestens eine genauso große Portion Überlegung mit an Bord. Viel wichtiger jedoch noch eine ganz andere Sache, die fürs Auswandern und im Leben allgemein sehr hilfreich ist: gute Beziehungen und Vertrauen aufbauen.

 

„Hach, ich war schon viermal auf Mallorca im Urlaub. So toll ist es dort. Da will ich leben. Okay, ich wandere aus.“

Urlaub ist nicht Alltag und leider, so ist die knallharte Realität, wartet auf Mallorca oder anderswo niemand auf dich und deine Geschäftsidee. Keiner empfängt dich mit offenen Armen „Hey, toll, dass du da bist mit deiner Idee“. Aus dem Grund scheitern ja auch so viele Auswanderungen oder enden in einer Katastrophe.

Heidi kam damals nicht ganz freiwillig auf die Insel: Ihr Arbeitgeber, für den sie schon viele Jahre tätig war, brauchte sie dort. Fünf Jahre lernte sie dadurch Land und Leute kennen, die Begebenheiten, Kultur und auch die Sprache. Sie baute vertrauensvolle Beziehungen auf, schaffte sich damit ein Netzwerk an wunderbaren Menschen.

Nebenbei kaufte sie eine Finca, die reinste Ruine. Vom Bauen zwar null Ahnung und doch die goldrichtigen Antennen. Sie renovierte die Finca, lebte darin und verkaufte sie später mit Gewinn. Und weil ihr das eine Menge Freude machte, stand schon das nächste Bauprojekt auf dem Plan. Es wurde nach Renovierung 20 Jahre lang ihre private wie berufliche Heimat.

 

Bau-Abenteuer „Kleinstes 4-Sterne-Hotel der Welt“

Wer eine Krebserkrankung mit niederschmetternder Diagnose und parallel einen 5 Jahre währenden baulichen Genehmigungs-Marathon übersteht, geht danach anders mit dem Alltag und seinen Herausforderungen um.

Widerstand bringt nichts, eine Situation ist wie sie ist. Wenn Heidi etwas vor allem durch die Erkrankung gelernt hat, dann das. Deswegen bringt sie auch nichts im Leben je aus der Ruhe. Vielmehr schaut sie sich die Situation an und sucht direkt eine Lösung. Plan A ging nicht, also muss Plan B her. Sie findet immer eine Lösung. Die ist dann vielleicht nicht perfekt, aber zumindest eine, mit der sie gut leben kann. Oder wie Heidi es formuliert:

„Die Kunst des Lebens ist, auch mit etwas weniger zufrieden zu sein!“

Nicht zu verwechseln mit einem faulen Kompromiss, der sich dadurch auszeichnet, dass das Ergebnis völlig gegen das eigene Gefühl geht.

Mit dem gleichen Ansatz coacht sie auch ihre Klienten, denn das ist Heidis zweite Berufung. Den Menschen dabei nichts überstülpen, sondern sie in einem geschützten Umfeld liebenswert begleiten, so dass sie irgendwann Gleiches fühlen können wie Heidi. Und sie vertrauensvoll selbst die Lösung für ihre Situation auf diese Weise finden lassen.

Beispiel aus Heidis Bau-Alltag – Plan B statt fauler Kompromiss:

Das geotechnische Gutachten für ihr Hotel besagt: Bodenplatte direkt auf die Erde setzen? Ja, das geht! Die Bodenbeschaffenheit kann darüber nur lachen, denn die ist ganz anders als gedacht. Okay, eine neue Lösung muss her und die findet sich dann auch. Mit dem Ergebnis, dass der Bau teurer wird als geplant.

Da Heidi aber ja kein grenzenloses Budget zur Verfügung hat, braucht es dafür schon die nächste Lösung. Woanders Geld einsparen und Kompromisse eingehen? Nicht ihr Ding. Also spricht sie bei Bedarf Privatpersonen an, die ihr übersichtliche Kreditpakete in Win-Win-Situation zur Verfügung stellen, die sie nach 2 – 5 Jahren gut verzinst und vertraglich abgesichert wieder zurückzahlt. Die ersten Freunde und Bekannte zeigen schon Interesse, denn ungewöhnliche Wege sind in der heutigen Zeit besonders gefragt – vor allem, wenn sie seriös sind. Vielleicht hast du ja auch Interesse, dann wende dich gern direkt an Heidi unter heidi.zinnel@web.de.

Bedenken, dass der Plan nicht aufgehen könnte? Hat Heidi nicht. Sie ruht in sich und hat Urvertrauen.

 

Ausblick: Wie klein ist eigentlich „klein“?

Da ich Heidi jetzt ja schon ein bisschen kenne, ahne ich es: Das Hotel wird anders als üblich – von der Größe jetzt mal abgesehen und in dem Fall sprechen wir von drei buchbaren Zimmern. Das ist aber noch lange nicht alles und als Heidi mir von den Details erzählt, sehe ich es förmlich schon vor mir:

“Stell dir vor Uli, du bist mitten im urbanen Umfeld, gehst dann durch ein Tor ins Gebäude und befindest dich schon in der Lobby – einem schmalen Durchgang. Hast du den durchschritten, öffnet sich ein großer Garten. Alles sehr idyllisch und Ruhe pur. Du hörst da nichts mehr von draußen, sondern nur noch die Vöglein zwitschern.

Weiter vorne links liegt der Gästetrakt mit seinen drei Zimmern, dem Spa-Bereich, Konferenzraum, auf einer Ebene gelegen. Außerdem ein Pool, Barbecue, Pergola – alles pur, privat, persönlich, mit allen Annehmlichkeiten eines 4-Sterne-Hotels.

Die Gäste sollen sich durch den privaten, geschützten Charakter eingebettet fühlen. Vor allem für Menschen, die sich (neu) finden wollen, ist das der geeignete Platz, denn dazu musst du nicht auf den Mount Everest steigen.“

„Und wo wohnst du dann?“ frage ich sie. Denn ich weiß, dass dort auch ihr zukünftiges Zuhause sein wird.
„Über der Lobby!“, kriege ich von ihr zur Antwort.

Meine Synapsen rattern einige Sekunden. Beschrieb Heidi die Lobby eben nicht als ‚lang und schmal?‘ Als habe sie meine Gedanken gelesen, bestätigt sie meine Vermutung, dass ihr eigenes kleines Reich nur so breit wie ein Zugabteil sein wird, dafür 25 Meter lang. Ich habe von ihr nichts anderes erwartet als so etwas. Ästhetisch und andersartig, das ist ganz Heidis Stil.

Wir wünschen dir, liebe Heidi, von Herzen alles Gute für dein kleinstes 4-Sterne-Hotel der Welt. Möge die Bauphase mit so wenig wie möglichen „Überraschungen“ weiter verlaufen. Und auch falls nicht, sind wir sicher: Du schaffst sowieso alles – gleichgültig, welche Herausforderung noch anklopfen mag.

 

Und wenn du liebe Leserin, lieber Leser jetzt noch mehr über diese inspirierende Frau erfahren willst, kannst du gerne noch diesen Artikel lesen.

 

 

Bildnachweis Foto „Neue Wege gehen“: Gudrun Otten