Künstlerin + Therapeutin Sabine Suckrau: Träume wollen gelebt werden

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Autorin des Artikels: Ulrike Parthen
Titelfoto: Sabine Suckrau

Schon als Kind hatte sie diesen Traum: „Ich will Künstlerin werden!“ Weil alle anderen in ihrem Umfeld darüber lachten, malte sie heimlich. 40 Jahre später werden ihre Bilder unter anderem im Museum für Zeitgenössische Kunst in Peking ausgestellt. Die Menschen reißen sich förmlich um die Suckrau‘schen Gemälde.

Und auch in ihrem Herzensberuf als Therapeutin ist Sabine seit vielen Jahren gefragt – mit einer eigenen Kolumne im IHK-Magazin oder redaktionellen Berichten beispielsweise in der Frauenzeitschrift ‚Freundin‘. Ihr Terminkalender ist durchweg gut gefüllt.

„Wie schaffst du das bloß immer wieder?“, will ich von ihr wissen. Einen Traum mutig anzupacken und in die Tat umzusetzen, davon träumen wir ja wohl alle – mit dem Unterschied, dass es nur wenigen Menschen auch wirklich gelingt. Im Interview komme ich hinter das Geheimnis des Ganzen. Mehr dazu in diesem Artikel.

 

„Da geh ich nicht hin!“

Blonde Zöpfe, selbstbewusster Blick. Sabine steht als 9-jährige Grundschülerin vor der Haustüre ihrer Lehrerin, denn sie hat ihr Wichtiges mitzuteilen. „Ich werde nicht auf die Hauptschule gehen!“ So ganz ernst nimmt die Pädagogin Klein-Sabine mit dem Wunsch wohl nicht. „Aber Sabine, das haben wir heute doch schon nach dem Unterricht besprochen. Es geht nicht. Du wirst das nicht schaffen in der Realschule.“

Das sieht Sabine anders und wenn sie von etwas überzeugt ist, tja, dann hält sie nichts mehr auf. Daher darfst du jetzt gerne raten, wie die Geschichte ausgehen mag. So viel sei verraten: Sabine setzt ihren Willen durch und zeigt sich in der Umsetzung dieses Plans recht clever.

Wenn sich schon alle Erwachsenen in der Sache gegen sie verschworen haben, nimmt sie die Dinge eben selbst in die Hand. Sie fährt einfach im Alleingang zur Aufnahmeprüfung für die Realschule und besteht diese mit Bravour. „Na, geht doch!“

 

Was einmal klappt, funktioniert so auch in anderen Lebenslagen

Je älter Sabine wird, umso mehr brennt sich die Kunst in ihr Herz. Sie fühlt, dass sie zu ihr gehört wie die Luft zum Atmen. Daher wendet sie mit 20 Jahren das Prinzip von einst erneut an. Sie peilt die Kunsthochschule mit einem Studium an und geht dazu erneut clevere Wege. Alles generalstabsmäßig geplant wie bei einem Schachspiel.

Welchen Schritt mache ich als nächstes, um an mein Ziel zu kommen? Strategie auf höchstem Niveau – so vollzieht Sabine das immer und ist ein Teil des Geheimnisses. Sie hat außerdem ein bombig gutes Gespür, was genau sie wie tun muss, um ihre Ziele zu erreichen.

„Mit Realschulabschluss studieren?“, frage ich sie? Ich bin verwirrt und hake nach. „Ja, das geht in dem Fall auch – rein über Begabung“, antwortet sie mir und erzählt, dass sie den begehrten Studienplatz tatsächlich ergattern konnte. Was auch sonst! Ich bin inzwischen überzeugt, dass ein Mensch wie Sabine alles schaffen kann.

 

Kehrtwendung – die Vernunft siegt

Außer willensstark, durchsetzungsfähig und strategisch clever ist Sabine auch verantwortungsbewusst. Etwas auf Biegen und Brechen durchboxen wollen? Nee, das ist dann auch wieder nicht ihr Ding. Daher springt sie in letzter Minute doch noch ab – als junge Mutter, alleinerziehend, will sie nicht als brotlose Künstlerin enden. „Später, vielleicht wenn ich in Rente bin, gehe ich die Sache mit der Kunst noch mal an“, lautet ihr Plan. Davor erst mal die Tochter vernünftig durch den Alltag bringen und ins Leben begleiten.

Das kriegt Sabine super hin, die anfangs viele Jahre im kaufmännischen Bereich arbeitet – durchaus erfolgreich, aber kreuzunglücklich. Also muss eine Lösung her, die eine Kehrtwendung in andere Richtung bedingt: Sabine lässt sich als Therapeutin ausbilden.

Die Psychologie interessiert sie schon eine ganze Weile. Zum einen aufgrund ihrer Tätigkeit im Personalwesen. Zum anderen wegen eigener Ängste, die sie endlich überwinden will. Und so geht sie mit verschiedenen Ausbildungen auf Entdeckungsreise in das Innenleben von Menschen. Ihr Ziel: eine eigene Praxis. Du ahnst, was kommt. Sie eröffnet ihre Praxis und ist von Anfang an gut gebucht.

 

Nur keine Scheu!

Offen auf andere zugehen, sich dabei feinfühlig zeigen, individuell auf jeden Menschen eingehen. So kennt man Sabine und gerade dafür wird sie gemocht. Sie geht in ihrer Rolle als Therapeutin auf und erklärt mir, dass Psychotherapie ein sehr kreatives Feld sei.

Malen? Ja, gelegentlich malt sie noch, das ist im Alltag jedoch etwas in den Hintergrund getreten, allerdings nicht im Herzen. Nach wie vor will sie mit der Kunst durchstarten. Später irgendwann – bis sie auf ihrer Hochzeitsreise in 2017 ein Buch liest, das sie elektrisiert. In dem Moment beschließt sie: Auf was eigentlich noch warten? Ich lebe meinen Traum jetzt!

 

Try and error – Sabines Prinzip, wenn sie etwas erreichen will

     

Wie gehabt: Sabine durchdenkt die Schritte dazu exakt. Erst mal checken, was die Leute zu ihren Bildern sagen und die Sache in Try-and-error-Manier testen. Also stellt sie ein Gemälde auf Facebook ein. Die Resonanz ist super. Okay, Praxistest bestanden. Wie geht’s nun weiter?

„Malwettbewerbe, na klar, das ist es!“, denkt sie sich. Was als Kind funktionierte, wird heute doch wohl auch gehen. Sie durchforstet daraufhin das Internet, was es alles für Ausschreibungen im Bereich Kunst gibt. Zwischenzeitlich verkauft sie schon die ersten Bilder und hat Ausstellungen in der Region.

Dann stößt sie auf eine Ausschreibung, bei der ihr Gespür sofort „Das ist es!“ ruft. Und wenn ihre Intuition das sagt, ist das so.

Eine Hamburger Galerie möchte in Kooperation mit dem Museum für Zeitgenössische Kunst Künstler aus der ganzen Welt in einer Ausstellung zusammenbringen. Sabine schickt Fotos einiger ihrer Bilder dahin und kriegt die Zusage.

 

Peking, ich komme!

Einige Monate später gehen Sabine, ihr Ehemann und viele ihrer Kunstwerke auf große Reise ins Reich der Mitte. So viele Highlights auf einmal, die erst mal verkraftet werden dürfen. Dazu eine Menge Aufmerksamkeit in der Presse, wow!

„Das ist, wie wenn du nach einer langen Reise zu Hause ankommst“, beschreibt Sabine das Gefühl, mit der Kunst nun auch praktisch vereint zu sein. „Die Kunst und meine Tätigkeit als Therapeutin ergänzen sich wunderbar“, fügt sie abschließend erklärend hinzu und freut sich auf die anstehenden Ausstellungen beispielsweise im Museum of ART in Chongqing, im Breuninger Stuttgart sowie Galerien in Hamburg und Stuttgart.

Weitere Informationen zu Sabines Wirken erhältst du auf ihren Webseiten:

www.kunstsasu
www.praxis-im-holzhaus.de
www.suckrau-businesscoaching.de