Kräuter-Karin

Kräuter-Karin, wie würdest du dich selbst vorstellen?
» Pflanzen und Tiere begleiten mich schon mein ganzes Leben. Ich bin in der Nähe eines grossen Bauernhofes aufgewachsen und war jeden Tag im Stall oder im Wald. Wenn ich gekonnt hätte, hätte ich als Kind wohl draussen gelebt, im Wald bei den Bäumen, Pflanzen und Tieren…
Welche Erinnerungen hast du an die Zeit im Wald mit deiner Familie?
» Jeden Abend sind ich und meine Schwester mit meinem Vater in den nahe gelegenen Wald gegangen, er hat uns Geschichten aus seiner Jugend erzählt und uns während des Spaziergangs immer wieder auf unterschiedliche Pflanzen, die da wachsen, aufmerksam gemacht.
Was hat dein Vater dir über die Pflanzen beigebracht, und welche Rolle spielte dabei seine eigene Lebensgeschichte?
» Er kannte sie alle, nicht mit biologischem Namen, nein, er wusste, ob sie essbar sind, welche Heilkräfte in ihnen wohnen und wie und wann wir sie sammeln sollten.
Mein Vater war im Krieg aufgewachsen und lebte als kleiner Junge eine Zeit lang mit seinem älteren Bruder im Wald. Damals hat er gelernt, welche Pflanzen es braucht, um zu überleben.

Was fasziniert dich an den Pflanzen am meisten?
» Mich haben die Pflanzen schon immer fasziniert, nicht nur welche Heilwirkung in ihnen steckt, sondern auch ihre Sprache.
Wie lebst du heute deine Verbindung zur Natur im Alltag?
» Ich liebe es, jeden Tag in der Natur unterwegs zu sein. Nicht nur, weil ich jeden Tag sowieso mit meinen Hunden raus muss sondern weil ich mich dann mit ihr verbinden kann. Ich kann die Schöpfung in der Natur spüren und ich sehe die Pflanzen und Kräuter, welche ich für meine Gesundheit aktiv nutzen kann.

Gibt es einen Moment im Jahreskreis, auf den du dich besonders freust?
» Ich kann es jedes Jahr kaum erwarten, dass sich der Schnee zurückzieht und die ersten Frühlings-Wildkräuter sich zeigen.
Welche Frühlings-Wildkräuter sind dir besonders wichtig und warum?
» Bärlauch, Giersch, Löwenzahn ect. die so wichtig sind für einen kraftvollen Start ins Jahr. Für eine Entgiftung des ganzen Körpers, damit alle alten festsitzenden Schlacken mit Hilfe der Wildkräuter aus dem Körper verschwinden und sich das Immunsystem neu justieren kann.
Was löst es in dir aus, wenn du im Frühling die ersten kleinen Blumen entdeckst?
» Schon wenn ich das Gänseblümchen wieder wachsen sehe, hüpft mein Herz und in meinem Kopf formen sich verschiedene Produkte, die ich wieder neu für dieses Jahr herstellen kann.

Du sprichst auch von der besonderen Kraft der Knospen. Was bedeuten sie für dich?
» Und wenn erste die Knospen der Bäume kurz vor dem Aufbrechen sind, dann sehe ich die konzentrierteste Form pflanzlicher Heilkraft (Gemmo), die es nur im Frühling gibt. Diese Kraft will von uns im Frühling entdeckt werden!
Wie verarbeitest du deine gesammelten Kräuter am liebsten, und welche Rolle spielt dabei ein Mörser?
» Wenn ich meine Kräuter verarbeite, greife ich sehr gerne zu einem Mörser. Durch das langsame, achtsame Zerreiben mit der Hand spüre ich die Pflanzen, rieche ihre Düfte intensiver und kann ihre Struktur wahrnehmen. Ein Mörser ist so wertvoll, weil beim sanften Zerquetschen die ätherischen Öle und Wirkstoffe schonend freigesetzt werden und ich genau dosieren kann, wie fein ich ein Kraut haben möchte – sei es für Teemischungen, Salben, Tinkturen oder köstliche Dips. So entsteht eine viel tiefere Verbindung zum Pflanzenwesen, als wenn ich einfach eine Maschine einschalte.

Was ist deine Vision, wenn es um Kräuterwissen und Gesundheit geht?
» Und das ist auch meine Vision: ich möchte die Menschen wieder in ihre Selbstverantwortung bringen. Ich wünsche mir, dass alle Menschen die alten Heilkräuter eines Paracelsus, Pfarrer Künzle oder Maria Treben wieder entdecken und für ihre Gesundheit nutzen. Wie es bereits unsere Vorfahren getan haben. Es ist ganz einfach, der grosse Schatz einer eigenen Kräuterapotheke wächst direkt vor der Haustüre.
Welche konkreten Träume hast du für deine Arbeit mit den Kräutern in den nächsten Jahren?
» Ich träume von Seminaren on- und offline, jährlichen Retreats an verschiedenen Kraftorten der Welt, wo Gleichgesinnte zusammenkommen und ihr Wissen gegenseitig teilen. Wo mit Kräutern gekocht wird und wo eigene Teemischung, Tinkturen und Salben und mehr für den eigenen Gebrauch selbst hergestellt werden. Ich träume davon, dass jedes Kind wieder die Gaben von Mutter Natur kennt und als erwachsener Mensch wieder vermehrt zu passenden Kräutern vor der Haustüre greift, statt zu Tabletten.

Zum Schluss: Wer bist du heute – in einem Satz?
» Ich bin Kräuter-Karin und bin in Verbindung mit Mutter Natur, der Schöpfung und der Kraft der Kräuter, wie es einst mein Vater war.
Hier kannst du die Karins Angebote ansehen. Vielleicht hast du ja Lust deine eigene Tinktur herzustellen oder die bunte Vielfalt der essbaren Kräuter kennenzulernen.
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