Daniela Calogero: Nicht lange drumherum reden, sondern anpacken und machen!

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Autorin des Artikels: Ulrike Parthen
Titelfoto: Frank Altmann

„Stellen Sie mal Ihren Kaffee beiseite, wir räumen jetzt um!“ Während Daniela das sagt, krempelt sie bereits die Ärmel ihrer Bluse hoch und ist in unübersehbarer Anpack-Stimmung. Ihr Gegenüber verschluckt sich bei der Aussage an ihrem Kaffee und kriegt einen Hustenanfall. Erlebt man ja nicht alle Tage, dass die Gebietsleiterin eines Bekleidungsherstellers bei der Kundschaft selbstlos zur Tat schreitet, anstatt einen Verkaufsabschluss herbeiführen zu wollen.

Bei ihrem Gegenüber handelt es sich um die Inhaberin einer Boutique, und die läuft gerade gar nicht. Kaum Kunden, schlechte Umsätze, Sorgen. Als sie Daniela davon erzählt, schaut die sich im Laden um und hat nach 20 Sekunden eine Analyse parat. „Das muss nach vorne, das nach hinten, das hier ganz weg“ usw. Damit startet eine 2-stündige Umräum-Aktion. Der Laden ist danach kaum wiederzuerkennen und die Inhaberin auch nicht. Sie strahlt wieder, denn so viel persönliches Engagement von fremden Menschen ist sie nicht gewohnt.

Dass Daniela diesen Job als Gebietsleiterin seinerseits überhaupt bekommen hat, ist auch so ein Ding. Völlig branchenfremd ist sie sich sicher: „Kann ich – mach ich!“ Da denkt sie nicht lange drüber nach, also eine Bewerbung für die leitende Position verschickt, zum Bewerbungsgespräch eingeladen worden und dabei auf ganzer Linie überzeugt! Danach konnte sie recht schnell Umsatzzahlen in ihrem Gebiet zaubern, die so manche ihrer Kolleginnen und Kollegen ins Grübeln bringt.

Wie schafft sie es nur, ihre anvisierten beruflichen Ziele mit einer scheinbaren Leichtigkeit zu erreichen, ohne Verkäufertricks, NLP und anderen gängigen Methoden? Vermutlich liegt das an ihrer Frohnatur und ihrem offenen Wesen – oder wie andere das beschreiben: „Du kommst zur Tür rein und gewinnst!“

Sie interessiert brennend und von Herzen ehrlich, was Menschen bewegt, was sie denken. Sie will Zusammenhänge verstehen und beschreibt sich selbst übrigens als „kommunikationsneugierig“. Also nicht neugierig wie Tante Erna, die für den neusten Tratsch den ganzen Tag am offenen Küchenfenster lehnt und die Lage peilt. Daniela ist eher herzens-neugierig.

Das hat inzwischen dazu geführt, dass sie in ihrer Heimatstadt bekannt ist wie ein Promi. „Hallo Daniela“, hallt es aus jeder Ecke, wenn sie durch die Straßen läuft. Ganz nebenbei erhält ihr neugieriger Geist dadurch neue Nahrung in Form von unfassbar vielen Informationen. Mit einer der Gründe, warum sie recht schnell Lösungen für fast jede Aufgabe oder Herausforderung findet. Ihr prall gefüllter Datenspeicher im Oberstübchen hat für alles den passenden Input parat. Und das ist extrem wichtig für eine Macherin wie sie, die Dinge im Leben zack entscheiden und umsetzen will.

 

Einfach mal machen!

Was anderen Knieschlottern und Angstschweiß auf der Stirn verursacht, da zuckt sie nur mit den Schultern. Unbekannte Welten betreten? Och ja, warum nicht – und schon läuft sie munter drauflos. Ihr bisheriger Lebensweg ist daher voll davon. Sie käme nie auf die Idee, irgendetwas nicht anzugehen, nur weil sie dafür fremde Wissensgebiete betreten muss. Sie traut sich was – das war schon immer so. Andere fragen sich bei derlei Angelegenheiten ängstlich: „Oh je, wer könnte mir da wohl helfen?“. Sie dagegen sagt sich zielstrebig „Wo kriege ich die nötigen Infos her?“. Damit ist die Sache auch schon geritzt.

Ihr bisheriges Wirken unter anderem:

Einige Unternehmen tatkräftig beim Aufbau unterstützt, Verhandlungen mit Kammern, Verbänden, Banken und Co. // Wareneinkauf, Lagerbestand und Logistik // mit bis zu 2 Millionen Euro Marketingbudget jongliert // Events + Messen organisiert // das gesamte Marketing eines Großunternehmens verantwortet // die Infrastruktur der Bekleidungsindustrie in der gesamten Bundesrepublik kennengelernt.

 

Von Krisenzeiten und wie man diese bewältigt

© Frank Altmann

In einem ihrer letzten Jobs als Angestellte lernt Daniela dann auch die anderen Seiten kennen – bis zum völligen gesundheitlichen Absturz. Sie arbeitet rund um die Uhr. Hundert Angelegenheiten, die alle gleichzeitig in der nächsten Stunde erledigt werden sollen. Bis dann der Burnout anklopft – mit großem roten Stoppschild in der Hand. „Hallo Frau Daniela. Alles schön und gut, aber das ist nun doch ein bissel viel für eine Person!“ Man kann ihm nur Recht geben, denn selbst eine Powerfrau, Organisationsgenie und Multitalent hat Grenzen. Also umdenken, das Stopp-Schild an den Verursacher weiterreichen und „Tschüss Chef, ich bin dann mal weg!“ sagen.

Nächste Frage in diesem einschneidenden Lebensmoment: Was mache ich jetzt?

Irgendwas in Richtung Sport und Gesundheit wäre gut. Passt prima zu mir, denkt sie sich und erarbeitet eine Richtung nebst glasklarem Plan. Am Ende dessen steht eine Ausbildung auf dem Programm und ein Pilates Studio in Wuppertal, das sie jetzt ihr Eigen nennt. Man ahnt es, schnell kommt auch hier der Erfolg – einige Jahre später aber leider die Wirtschaftskrise, die alles aus den Fugen wirft.

„Das darf doch nicht wahr sein?!“, denkt sie sich einigermaßen verzweifelt und schaut dabei resigniert zu Gordon rüber. Der liegt gemütlich auf dem Teppich vor dem Sofa und schnarcht leise vor sich hin.

 

Gestatten: Gordon, seines Zeichens Gordon Setter und treuer Begleiter seit vielen Jahren. Gordon ist charmant und lustig. Er fordert sie, gibt gleichzeitig ganz viel und ist manchmal etwas ungeduldig.

In dem Moment aber, als die Sache unausweichlich ist, schaut er sie mit gelassenem Blick an, als würde er sagen wollen: „Hey Daniela, keine Bange. Wird jetzt zwar `ne doofe Zeit auf uns zukommen, doch wir schaffen das!“.

Sieben Jahre später ist die Insolvenz überstanden und das Pilates-Studio nach wie vor unter Danielas Fittichen. Gordon (inzwischen stolze 11 Jahre alt) schnarcht übrigens immer noch. Wenn Daniela in seine Nähe kommt, blinzelt er kurz – sein weiser Blick spricht Bände: „Hab ich‘s dir nicht gesagt?“, soll das wohl heißen. Nach so viel Lebensstudium, beruflichen Erfolgen, Erfahrungen in jede Himmelsrichtung hat Daniela nun auch verstanden hat, dass sie so ziemlich alles schaffen kann.
© Frank Altmann

Träume verwirklichen Ü50 – trotz Gegenwind

Daniela ist 53 und hatte in ihrem Leben viele tolle Jobs, viel erlebt, viel gelernt und erreicht. Außerdem zwei eigene Geschäfte aufgebaut, eine Insolvenz und einen Burnout überstanden. Vor was sollte sie also Angst haben? Zeit für Neues!

Sie braucht einfach wieder eine Herausforderung, auch wenn ihr das Pilates-Studio nach wie vor große Freude macht. „Was soll das? Du hast doch alles?!“, so die Fragen in ihrem Umfeld. Wenn sie dann von ihrer Idee erzählt, schauen die Leute sie stumm an. Ihre Blicke sprechen Bände: „Spinnt sie jetzt? Das braucht doch kein Mensch!“

Man weiß ja aber, wie das ist, wenn die große Liebe sich im Herzlein festsetzt. Man kann sie vielleicht eine Weile ignorieren, jedoch nicht langfristig. Danielas Herz füllen insbesondere zwei Dinge aus: ihr treuer Begleiter Gordon – und eben der Textil-Einzelhandel. Daher knüpft sie mit ihrer Businessidee nun erneut auf andere Weise da an, wo sie vor einigen Jahren im Angestelltenverhältnis endete: bei ihrer großen Liebe. Mit dem feinen Unterschied, dass sie jetzt keine Kollektionen für Hersteller xy mehr verkauft, sondern die Inhaber direkt unterstützt, das Beste aus ihrem Ladengeschäft herauszuholen.

Wo dort die vielen versteckten Chancen lauern sowie ungenutztes Potenzial brachliegt, das erkennt Daniela nach wie vor auf den ersten Blick. Wir wünschen ihr ganz viel Freude und Erfolg dabei und finden, dass sie ein tolles Beispiel dafür ist, Lebensträume umzusetzen.

Lies hier auch den Artikel mit Tipps von Daniela zum Thema
„Träume verwirklichen Ü50 – Daniela Calogero macht es vor“

 

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