Träume verwirklichen Ü50 – Daniela Calogero macht es vor

Autorin des Artikels: Ulrike Parthen
Uli schreibt auch deine Geschichte ulrikeparthen.de

„Was willst du denn jetzt mit 53 noch irgendwelche Träume verwirklichen? Du hast doch alles!“, so die entsetzte Reaktion in Danielas Umfeld auf ihre neue Business-Idee. Als ob eine Macherin wie Daniela so was abhalten würde. Als kommunikationsneugierige Mutmacherin packt sie die Dinge lieber an, anstatt lange drum herumzureden. Sie pfeift dabei auf die Meinung anderer und lebt ihre Vision. Das hat sie schon immer so gehandhabt, was ihren Lebenslauf relativ kunterbunt aussehen lässt.

Einige ihrer bisherigen Stationen: Bauzeichnerin, Gebietsleiterin im Außendienst, Inhaberin einer DOB-Boutique, Marketingleiterin, Inhaberin eines Pilates-Studios.

Jetzt ist ja aber nicht jeder Mensch mit einem so mutigen „Ich mach das jetzt einfach“-Gen ausgestattet wie Daniela, wenn es um Veränderung geht. Träume verwirklichen gehört dazu, denn wenn uns und unser Leben etwas verändern wird, dann das. Und schon stehen sie parat, diese ganzen Ängste und der innere Miesmacher, der uns ständig mit negativen Einwänden voll plappert.

Da seine Stimme recht laut werden kann, geben wir relativ schnell auf – noch bevor die Theorie praktisch in Schwung kommen konnte. Wir schieben den Traum beiseite, der Miesmacher freut sich darüber wie Bolle und gießt sich zur Feier des Tages schnell ein Sektchen ein. Damit halten sie uns recht erfolgreich davon ab, unsere Träume zu verwirklichen.

Welche weiteren starken Verhinderungsmuster es aus Danielas Sicht noch gibt und wie sie damit umgeht – nachfolgend kommen ihre Top 4:

 

Was hält dic ab, deine Träume zu verwirklichen?

Träume verwirklichen – Bremse No 1: Miesmacher und Energieräuber

Manchmal sitzen sie direkt neben dir auf dem Sofa in Form deines Ehepartners. Oder es sind Arbeitskollegen, Bekannte, Freunde, Tante Erna oder auch die Nachbarin. Es gibt sie überall, diese Menschen, die keine gute Energie ausstrahlen.

Daniela löst das Problem für sich recht konsequent. Sie hält alle Miesmacher und Energieräuber auf Abstand. Und dann und wann sortiert sie die Freundesliste aus. Ja, das ist in der Tat recht hart, aber hilfreich. Denn sie kann aus eigener Erfahrung sagen: Von der Qualität deines Umfeldes hängt ab, ob du in deinem Traum ausgebremst wirst oder freudig in die Umsetzung kommst.

Viel lieber besucht sie Veranstaltungen, trifft fremde Menschen, lässt sich inspirieren. Springt dazu über ihren Schatten und sucht dazu auch Orte auf, die sie früher niemals in Erwägung gezogen hätte – aktuell beispielsweise ein Existenzgründer-Seminar bei der IHK. Sehr witzig, wenn man bedenkt, wie viele Unternehmen Daniela schon erfolgreich gegründet hat. Kaum jemand weiß daher besser als sie, wie es geht. Und trotzdem bringt sie die neue Umgebung mit den Teilnehmern dort weiter.

 

 

Träume verwirklichen kann jeder

Träume verwirklichen – Bremse No. 2: Ängste und Co.

„Ach, das sind doch nur Hirngespinste“, „Wie soll ich das bloß umsetzen?“, „Oh je, die Finanzen, das kriege ich nicht gebacken“. Diese und weitere Ängste belagern deinen Geist. Dabei wäre dort so viel Platz für anderes. Beispielsweise für Wissen als Killer von negativen Gedanken. Daniela füttert sich mit Wissen so lange, bis die Ängste allesamt vom Stuhl kippen. Oder anders ausgedrückt: In ihr gibt es einen implantierten Wissensstaubsauger. Jedenfalls habe ich noch nie jemand kennen gelernt, der so wissensdurstig ist wie sie.

Immer in Anschlag: Ihr Notizblock. Den zückte sie übrigens auch bei unserem Interview, damit ja keine wertvolle Message im Austausch verloren geht. Super Inspirationen kriegt sie auch dadurch, indem sie erfrischend offen auf alle Menschen zugeht. Mal da ein Schwätzchen beim Bäcker und jeder (wirklich jeder!), der ihr im Wald begegnet, wird freundlich begrüßt. Dadurch sind schon Gespräche entstanden, die für Gänsehaut sorgten. Sucht sie irgendwann bestimmte Informationen zu einem Thema, muss sie nur auf das Knöpfchen in ihrem geistigen Wissensspeicher drücken und hat die Antwort parat. 

Tipp: Schaffe dir Bilder von deiner Vision!

Sie macht das so: Ihre Vision immer wieder neu auf andere Weise formulieren – mit Schlagworten, Rastern, Bildern, Texten. Dazu eine Reise von Kindheit bis zur Vision mit allen Stationen dazwischen. Beispielsweise, was sie als Kind ausgemachte, was sie damals beflügelte, gerne machte. Dann wiederum, was sie davon auf allen ihren Lebensstationen verwirklichen konnte und auch was nicht. Danach die Frage, wo genau sie jetzt steht und wie ihre Vision, ihr Traum für die Zukunft genau aussieht. Ergibt in der Summe ein Gesamtgemälde deines Lebens, einen ehrlichen Einblick, lässt dich wachsen und wichtige Aha-Effekte erzielen.

 

 

Wenn du Träume verwirklichen willst, komme in Aktion

Träume verwirklichen – Bremse No. 3: no action!

Nur im Kreis zu denken, verursacht Schwindel. Wie gut man damit vorankommt, weiß jeder, der schon mal einen im Tee hatte. Schwankend den Weg zu finden – gar nicht so einfach. Daher: weg vom Kreisdenken und rein in die Handlung. Und wenn es nur beschriebene Notizen sind. Egal was, das Machen ist entscheidend. Dadurch entstehen ganz neue Sichtweisen, Informationen und plötzlich tun sich Möglichkeiten auf.

Tipp: Vertraue deiner Intuition!

Beispiel: Sie hatte sich bei Planung ihres neuen Business etwas in den Kopf gesetzt, bei dem zufällig ich eine entscheidende Rolle spiele. Es geht um eine Geschichte. Andere Menschen hätten bezüglich Marketingschritten vielleicht als Step eins eine Positionierung gebucht oder eine Werbeagentur zur Gestaltung der Webseite. Was macht Daniela? Sie möchte für sich zuerst eine emotionale Werdegang-Story haben. „Haha, du spinnst ja“, lachte sie so mancher dafür aus. Wieder ein paar Leute weniger auf der Freundesliste.

Als sie die Story in den Händen hält, kommt plötzlich Bewegung in die Sache. Wie von Geisterhand tun sich Dinge auf, die sie entscheidend weiterbringen – was wieder beweist: Höre auf deine Intuition, egal, was die anderen sagen. Die innere Stimme hat immer Recht.

 

 

Träume verwirklichen – Bremse No. 4: bad vibrations

Schlechte Laune oder Depri-Stimmung wirken wie eine 10-Kilometer-Vollsperrung auf der Autobahn. Nichts geht voran, und das über sehr lange Zeit. Man könnte jetzt sagen, och, dann denke ich eben ein bisschen positiv, auch Affirmationen genannt. Kann man machen – ob es hilft, sei dahingestellt. Ein Hundehaufen wird auch nicht schöner, wenn du ein nettes Sahnehäubchen darauf sprühst. Weg das Ding und das Problem ist gelöst.

Schlechte Stimmung wegzaubern zu können, wäre super. Ich bin garantiert die Erste, die so einen Ausschalt-Knopf für sich bestellen würde. Da es den nirgends zu kaufen gibt, versuche es doch einfach mit einer kleinen Stellschraube.

Wenn du an ihr drehst, kannst du deine Stimmungslage verändern. Höre coole Musik, tanze, werfe die Arme in die Höhe. Oder recht simpel: lächle, auch wenn dir nicht danach zumute ist. Allein die Bewegung deiner Mundwinkel nach oben signalisiert dem Körper „Aha, good vibrations“ und er schüttet die entsprechenden Hormone aus.

Tipp: Bringe dich in eine gute Stimmungslage!

Danielas very special Hilfsmittel bei schlechter Laune hat vier Beine: Gordon, ein 11 Jahre alter Gordon Setter – nebenberuflich Clown. Sie muss ihn nur angucken und die Laune hebt sich augenblicklich rasant. Er bringt sie einfach immer zum Lachen und das Stimmungstief „zieht Leine“.

Lies hier auch das Artikel-Porträt von Daniela:
„Daniela Calogero: Nicht lange drumherum reden, sondern anpacken und machen!“